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Allergieratgeber

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Wichtige Tipps und Informationen für Allergiker

Produkte für Allergiker:

  • Nasensprays
  • Salben
  • Augentropfen
  • viele Pflegeprodukte
  • Tabletten
  • ... fragen Sie uns – wir beraten Sie gerne!

Tipps für Insektengiftallergiker

  1. 1) Die Hyposensibilisierung ist die primäre Behandlung bei einer Insektengiftallergie. Bei einer Insektengiftallergie wird sie meist stationär in einer Fachklinik durchgeführt.
  2. Immer ein Notfallset (Cortison, Adrenalin, Antihistaminikum) mitführen und sofort anwenden, wenn man gestochen wurde.
  3. In der Nähe von Bienen und Wespen rasche Bewegungen vermeiden und nicht nach ihnen schlagen.
  4. Möglichst nicht in die Nähe von blühenden Blumen oder reifem Obst gehen. Vorsicht beim Obst- und Blumenpflücken!
  5. Vorsicht bei Gartenarbeiten! Bedecken Sie dabei soviel wie möglich von Ihrem Körper (lange Ärmel, lange Hosen, Hut).
  6. Weite, flatternde Kleider, schwarze Stoffe und farbige Blumenmuster meiden.
  7. Meiden Sie Parfüms, Haarsprays, stark parfümierte Pflegeprodukte.
  8. Lassen Sie beim Essen im Freien keine Süßigkeiten oder Fleischreste herumliegen.
  9. Gehen Sie im Sommer nie barfuß. Bienen bevorzugen den Aufenthalt im Klee, viele Wespen leben in Bodenlöchern.
  10. Meiden Sie Mülltonnen und Abfallkörbe im Freien

Tipps bei Kontaktekzemen

  1. Den Kontakt mit dem Allergen konsequent vermeiden. Dies kann einen Arbeitsplatzwechsel oder den Verzicht auf ein bestimmtes Hobby bedeuten.
  2. Individuelle Schutzmaßnahmen ergreifen: Schutzhand-schuhe, Hautschutzschaum oder Hautschutzsalben.
  3. Zur Hautpflege seifenfreie Syndets (pH-Wert zwischen 5 und 6,5) und adstringierende und rückfettende Bäder verwenden.
  4. Nach jedem Waschvorgang sollte der Hautschutzmantel durch entsprechende Pflegemaßnahmen (rückfettende Öle, Salben, etc.) wiederhergestellt werden.
  5. Bestehende Hautekzeme werden unter lokalem Einsatz von Medikamenten (Kortison, Ichthyol- und Teerpräparate, nichtsteroidale Antiphlogistika) behandelt.
  6. Folgeerkrankungen wie Hautinfektionen durch Pilze und Bakterien müssen gesondert behandelt werden.

Tipps bei Heuschnupfen

  1. Halten Sie Ihre Fenster weitgehend geschlossen, vor allem nachts.
  2. Halten Sie sich nicht unnötig im Freien auf.
  3. Beachten Sie den aktuellen Pollenflug
  4. Schalten Sie beim Autofahren die Lüftung aus und halten Sie die Fenster geschlossen (oder lassen Sie sich einen Pollenfilter einbauen)
  5. Tragen Sie im Freien eine Brille
  6. Duschen Sie vor dem Schlafengehen oder waschen Sie Ihre Haare und lassen Sie Ihre Straßenkleidung außerhalb des Schlafzimmers.
  7. Spülen bzw. duschen Sie Ihre Nase z.B. mit Kochsalz-Lösung.
  8. Beachten Sie auch mögliche Kreuzallergien zu bestimmten Nahrungsmitteln.
  9. Zu möglichen medikamentösen Behandlungen fragen Sie uns. Sie erhalten bei uns auch Pollenflugkalender und Kreuzallergiekarten.

Tipps bei Neurodermitis

  1. Übertreiben Sie die Körperreinigung nicht. Durch häufiges Waschen quillt die Haut und der Säureschutzmantel der Haut wird zerstört.
  2. Reinigen Sie die Haut möglichst nur mit Wasser oder aber mit milden rückfettenden Waschlotionen oder Syndets.
  3. Duschen ist besser als Baden. Duschen Sie nie zu heiß (unter 32°C) und nicht zu lange (5-10min.).
  4. Vermeiden Sie mechanische Reizungen durch Massagebürsten oder harte Schwämme.
  5. Verwenden Sie Ölbäder und cremen Sie die Haut anschließend gut ein; damit keine Verunreinigungen in die Cremedose kommen, die Creme mit einem Spatel oder Löffelstiel entnehmen.
  6. Beim Abtrocknen die Haut eher abtupfen als abreiben.
  7. Hautreizende Materialien meiden. Kleidung aus reiner Baumwolle wird am besten vertragen. Arbeiten Sie im Haushalt mit Schutzhandschuhen.
  8. Ein Klimawechsel (Höhen- oder Seeklima) wirkt sich oft positiv aus.
  9. Für Kinder gibt es spezielle Neurodermitiker-Anzüge.

Tipps bei Nahrungsmittelallergie / Nahrungsmittelunverträglichkeit

  1. Vermeiden Sie strikt das entsprechende Nahrungsmittel.
  2. Achten Sie genau auf die auf der Verpackung aufgebrachten Inhaltsstoffe.
  3. Beachten Sie Alternativen; z.B. Ersatz für Milch:

    Als Ersatz kommen teilweise Ziegen- und Schafkäse in Frage. Hier treten Kreuzreaktionen selten auf. Hingegen vertragen viele Kuhmilch-Allergiker keine Soja-Produkte. Bei Vermeidung aller Milchprodukte, muss die Ernährung um bestimmte Vitamine und Nährstoffquellen ergänzt werden. Hierzu gehört vor allem Calcium. Calciumreiche Nahrungsmittel sind Gemüsesorten wie Broccoli, Grünkohl und Fenchel, Hülsenfrüchte, Gartenkräuter, wobei diese alleine kaum den ganzen Tagesbedarf decken. Calcium wird besser vom Körper verwertet, wenn ausreichend Vitamin D vorhanden ist. Vitamin D ist in Fisch enthalten, bildet sich jedoch auch bei Sonneneinstrahlung in der Haut. Calciumreiche Mineralwasser sind ein wichtiger Calciumlieferant. Es gibt Sorten mit bis zu 800mg pro Liter.
  4. Beachten Sie, dass Sie auf bestimmte Nahrungsmittel allergisch reagieren können, wenn Sie gegen bestimmte Pollen oder Latex o.ä. allergisch sind, z.B.
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    • Unverträglichkeit = Äpfel, Birnen, Pfirsiche, Aprikosen, Kirschen, Mandeln, Sellerie, Karotten, Haselnüsse, Tomaten / primäre Allergie auf Birkenpollen
    • Unverträglichkeit = Getreide (z.B. Roggen, Hafer, Weizen, Gerste) Soja, Erdnüsse, Erbsen, Kiwis, Tomaten, Pfefferminz / primäre Allergie auf Gräser
    • Unverträglichkeit = Krustentiere ( Krebse, Krabben, Shrimps, Garnelen, Langusten, Hummer) / primäre Allergie auf Hausstaubmilben
    • Unverträglichkeit = Bananen, Avocados, Papayas, Kiwis, Röstkastanien / primäre Allergie auf Latex
    • Unverträglichkeit = Estragon, Sonnenblumenkerne, Pfeffer, Chili, Tomate, Paprika, Sellerie, Kamille, Karotten, Fenchel, Anis, Koriander, Liebstöckel, Kümmel, Petersilie, Dill, Basilikum, Majoran, Oregano, Thymian / primäre Allergie auf Beifußpollen

Tipps bei Hausstaubmilbenallergie

  1. Wenn die Matratze älter als 8 Jahre ist, sollte sie gegen eine neue ausgetauscht werden.
  2. Matratzen sollten mit speziellen milbendichten Überzügen (Encasings) versehen werden.
  3. Oberbett, Kopfkissen und Bettwäsche sollten bei 95°C waschbar sein, mindestens jedoch bei 60°C. Alternativ können Oberbetten/Kopfkissen ebenfalls mit Encasings versehen werden.
  4. Alle Räume stets gut lüften und trocken halten.
  5. Teppiche und Teppichböden können halbjährlich mit sog. „akariziden Mitteln“ (in der Apotheke erhältlich) gereinigt werden.
  6. Polstermöbel müssen regelmäßig gereinigt werden und lassen sich ebenfalls mit akariziden Mitteln behandeln. Ledermöbel sind Unproblematisch; hier finden Milben keinen Lebensraum.
  7. Vorsicht vor allem bei alten Polstermöbeln! Hier kann sich vielleicht im Laufe der Jahre eine ansehnliche Milbenpopulation gebildet haben.
  8. Bei der Wahl der Staubsauger sollte man auf Geräte mit speziellen Feinstaubfiltern achten. Die Filtertüten sollten nicht länger als 14–21 Tage im Staubsauger bleiben.
  9. Vor allem im Schlafbereich auf Staubfänger verzichten. Dazu gehören Velours, Vorhänge, offene Bücherregale, ...
  10. Kuscheltiere für Kinder können durch einen Besuch in der Kühltruhe von Milben befreit werden. Alternative sind (bei mind. 60°C) waschbare Kuscheltiere.
  11. Als Urlaubsgebiete empfehlen sich für Hausstauballergiker Regionen über 1.200 Meter Höhe.

Tipps bei Schimmelpilzallergie

  1. Wohnung oder Haus sollten stets gut gelüftet sein. Die relative Luftfeuchtigkeit sollte zwischen 40 und 50% liegen.
  2. Regelmäßiges Stoßlüften. Nicht vom warmen ins kalte Zimmer lüften.
  3. Auf Stockfleckenbildung hinter Schränken, Kacheln und Holzverkleidungen achten.
  4. Küchenabfälle nicht liegen lassen.
  5. Obst und Gemüse im Kühlschrank lagern.
  6. Lebensmittel möglichst frisch verzehren und unnötige Lagerzeiten vermeiden.
  7. Auf Zimmerpflanzen im Schlafbereich verzichten.
  8. Luftbefeuchter von Heizkörpern entfernen.
  9. Klimaanlage regelmäßig warten und reinigen.
  10. Bei Gartenarbeit darauf achten, nicht zu intensiv mit abgestorbenen Pflanzenteilen und Kompost in Kontakt zu kommen.